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Aktuelle, amtliche Bevölkerungsschutz-Warnungen für den Landkreis Karlsruhe

   

   

13.11.2020 - 4.53 - Brandeinsatz, Mittelbrand, Überlandhilfe - Balkon-/Wohnungsbrand, Sickinger Straße, Kürnbach

Details

Flehingen/Kürnbach. Gemeinsam mit der Feuerwehr Kürnbach wurde die Abteilung Flehingen am Freitagmorgen, 13.11.20 um 4.53 Uhr von der integrierten Leitstelle Karlsruhe zur Überlandhilfe bei einem Brandeinsatz nach Kürnbach in die Sickinger Straße alarmiert. Dort wurde zunächst ein ausgelöster Heimrauchmelder gemeldet. Nach weiteren Notrufen wurde nach kurzer Zeit die Alarmstufe auf „Brand – Menschenleben konkret in Gefahr“ erhöht und zusätzlich die Feuerwehr Sulzfeld hinzualarmiert.

Nach dem Eintreffen der ersten örtlichen Feuerwehrkräfte an der Einsatzstelle, stellte sich heraus, dass es sich um einen Balkon- bzw. Zimmervollbrand im Erdgeschoss (Hochparterre) eines dreigeschossigen Wohnhauses mit insgesamt sechs Wohneinheiten und einer starken Verrauchung handelte. Das Treppenhaus war jedoch rauchfrei. Zunächst war unklar, ob noch mehrere Bewohner vermisst werden.

Umgehend wurden Maßnahmen zur Menschrettung und Brandbekämpfung unter anderem mit zwei Trupps unter Atemschutz mit zwei C-Rohren im Innenangriff und eine Druckbelüftung eingeleitet sowie die Wasserversorgung aus dem Hydrantennetz sichergestellt und die Einsatzstelle ausgeleuchtet. Das Feuer konnte dann rasch gelöscht werden und die insgesamt 11 Bewohner konnten sich ins Freie retten. Dort wurden sie vom Notarzt und Rettungsdienstpersonal versorgt bzw. vorrübergehend im Flehinger Mannschaftstransportwagen untergebracht und durch die Feuerwehr betreut. Zwei Personen wurden verletzt und mussten ins Krankenhaus gebracht werden.

Die Kräfte der Abteilung Flehingen waren unter anderem mit der Durchsuchung und Kontrolle des Hauses unter Atemschutz und mit Belüftungsmaßnahmen betraut und stellten weitere Atemschutz- und Sicherungstrupps in Bereitschaft. Ein Bewohner wurde dem Rettungsdienst zur Versorgung übergeben.

Im Einsatz waren unter der Leitung von Kürnbachs Kommandant Hartmut Grüneich die Kräfte aus Kürnbach mit dem Tanklöschfahrzeug TLF 8/18, dem Löschgruppenfahrzeug LF 8 und dem Mannschaftstransportwagen MTW, die Feuerwehr Sulzfeld mit dem Löschgruppenfahrzeug LF 16/12, dem Gerätewagen GW-T, dem Mannschaftstransportwagen MTW und dem Einsatzleitwagen ELW 1 und 21 Feuerwehrangehörige der Abteilung Flehingen mit der Drehleiter DLA (K) 23/12, dem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 16/20, dem Tragkraftspritzenfahrzeug TSF und dem Mannschaftstransportwagen MTW. Außerdem war der Rettungsdienst des DRK-Kreisverbands Karlsruhe mit einem Notarzt, fünf Mitarbeitern und zwei Rettungswagen RTW aus Oberderdingen und Bretten und einen Notarzteinsatzfahrzeug NEF aus Bretten unter der Leitung des organisatorischen Leiters Rettungsdienst Wolfgang Göthel vor Ort. Sie wurden unterstützt von fünf Helfern (SB) der Bereitschaft des DRK-Ortsvereins Oberderdingen mit dem Krankenwagen KTW-4 und dem Mannschaftstransportwagen MTW. Die Polizei war mit acht Beamten (SB) und vier Streifenwagen angerückt. Der Stellvertretende Kreisbrandmeister Bertram Maier sowie Kürnbachs Bürgermeister Armin Ebhart waren ebenfalls vor Ort gekommen um sich ein Bild der Lage zu machen. Einsatzende war gegen 8.00 Uhr.

 

Dazu der Bericht der FF Kürnbach

Am bundesweiten Rauchmeldertag: Rauchmelder retten Leben von zwei Senioren in Kürnbach – Umsichtiges und vorbildliches Verhalten von Anwohnern und Nachbarn

Am frühen Freitagmorgen wurden die Feuerwehren aus Kürnbach, Sulzfeld und Flehingen um 04:53 Uhr zunächst noch mit dem Stichwort „privater Rauchmelder in die Sickingerstraße alarmiert. Noch während der Anfahrt zum Gerätehaus erfolgte Erhöhung der Alarmstufe auf „Brand – Menschenleben konkret in Gefahr“ durch die Leitstelle.

Zwei Bewohner der Brandwohnung verdanken der Warnung durch Rauchmelder bei diesem Einsatz wahrscheinlich ihr Leben.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräften bot sich ihnen folgendes Bild: massiver Brand auf dem Balkon und in einer Erdgeschosswohnung eines 3-stöckigen Mehrfamilienhauses. Flammen schlagen bereits auf den Balkon der 2. Etage über. Auf der Straße stehen bereits zahlreiche Bewohner des Gebäudes und erwarten die Einsatzkräfte.

Da in der Erstphase davon ausgegangen werden musste, dass noch Personen in der Brandwohnung vermisst waren und gleichzeitig der Feuerüberschlag auf das darüber liegende Geschoss drohte, wurde ein massiver Löschangriff zur Brandbekämpfung und Menschenrettung über den Balkon vorgenommen. Dort lag auch vermutlich die die Entstehungsursache des Brandes. Parallel dazu drang ein weitere Trupp über das Treppenhaus in die Wohnung ein und selbiges wurde auf Personen abgesucht.

Die gezielten Löschmaßnahmen zeigten Wirkung, so dass gegen 05:25 Uhr „Feuer aus“ gemeldet werden konnte. Während den Maßnahmen wurde klar, dass sich keine Personen mehr in der Brandwohnung befanden. Zeitnah erfolgte dann die Entrauchung der Wohnungen.

Alle 11 Personen des Gebäudes waren ohne Verletzungen geblieben. Ein älteres Ehepaar wurde jedoch vorsorglich eine umliegende Klinik gebracht.

Nach Abschluss der Löschmaßnahmen war lediglich die Brandwohnung im Erdgeschoss unbewohnbar. Die darüberliegende, als auch die Wohnungen auf der anderen Seite des Flures waren nach Einschätzung des Kürnbacher Kommandanten Hartmut Grüneich weiterhin bewohnbar, zumal auch das Treppenhaus die ganze Zeit rauchfrei war.
Dieser Umstand ist vor Allem auch dem umsichtigen Handeln der Bewohner zu verdanken: diese schlossen ihre Wohnungstüre bei der Flucht vor den Flammen und trugen so Maßgeblich dazu bei, dass Feuer und Rauch sich nicht weiter im Gebäude ausbreiten konnten. Zudem warnten sich die Bewohner des Mehrfamilienhauses gegenseitig, so dass alle Personen aus dem Gebäude flüchten konnten. Weiter hatten Anwohner und Nachbarn noch versucht mit einem Gartenschlauch und Feuerlöscher das Feuer von Außen zu einzudämmen.

Bei diesem schweren Brand zeigt sich wiedereinmal: Rauchmelder retten Leben! Und das ausgerechnet am Freitag den 13. - dem bundesweiten Rauchmeldertag. Wären die Bewohner nicht durch ihre Rauchmelder im Schlaf geweckt worden, so wäre ein Verlassen der Wohnung mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr möglich gewesen.

Die Feuerwehren aus Kürnbach, Sulzfeld und Flehingen waren mit über 60 Frauen und Männern unter der Leitung des Kürnbacher Kommandanten Hartmut Grüneich bis ca. 08:00 Uhr im Einsatz. Der Stellvertretende Kreisbrandmeister Bertram Maier sowie Bürgermeister Armin Ebhart waren ebenfalls vor Ort gekommen um sich ein Bild der Lage zu machen. Der Rettungsdienst war unter dem Organisatorischen Leiter Wolfgang Göthel mit 2 RTW, einem NEF sowie 4 Mann der DRK Bereitschaft Oberderdingen  im Einsatz. Die Polizei (3 Streifen im Einsatz) hat noch im Laufe des Morgens die Ermittlungen aufgenommen. Die Brandwohnung ist unbewohnbar, ein genauer Sachschaden konnte nicht mitgeteilt werden.

Bericht: Hannes Grüneich, FF Kürnbach

 

Dazu der Bericht des Polizeipräsidiums Karlsruhe

Rund 30.000 Euro Sachschaden nach Balkonbrand an Wohnhaus

Kürnbach. Vermutlich aufgrund einer vergessenen Kerze auf einem Balkon, kam es am frühen Freitagmorgen in der Sickinger Straße in Kürnbach zu einem Brand, bei dem zwei Personen verletzt wurden sowie ein Sachschaden von rund 30.000 Euro entstand.

Kurz vor 05:00Uhr wurde das Feuer auf dem Balkon durch den Wohnungsinhaber entdeckt und gemeldet. Beim Eintreffen der Feuerwehren standen bereits zwei Balkone auf der Gebäuderückseite im Vollbrand. Durch die zügigen Löscharbeiten der Wehr war das Feuer gegen 05:30 Uhr aus. Bis auf die Brandwohnung im Erdgeschoss sind alle Wohnungen des Mehrfamilienhauses weiterhin bewohnbar.

Zwei Personen mussten durch den Rettungsdienst vor Ort, aufgrund einer Rauchgasintoxikation sowie von Kreislaufproblemen versorgt werden und wurden im Anschluss in eine Klinik gebracht.

Quelle: Marion Kaiser, Pressestelle Polizeipräsidium Karlsruhe, www.presseportal.de, 13.11.20

 

Dazu der Facebook-Post des DRK-Ortsvereins Oberderdingen

 

 

Fotos: Feuerwehren Kürnbach und Sulzfeld

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© Freiwillige Feuerwehr Oberderdingen

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