1990 - 2000
26.09.2026 - Katastrophenschutzaktionstag für alle 6. Klassen der Strombergschule und der Leopold-Feigenbutz-Realschule
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- Veröffentlicht: Samstag, 26. September 2026 19:26
- Geschrieben von MW
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Alle fünf Klassen der Klassenstufe 6 (Schuljahr 2026/27) der Leopold-Feigenbutz-Realschule Oberderdingen und der Strombergschule Oberderdingen kamen am Samstag, 26.09.26 – an einem eigentlichen schulfreien Tag – zum „Katastrophenschutzaktionstag“, der zum dritten Mal zusammen mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK), Ortsvereine Oberderdingen und Flehingen und der Feuerwehr Oberderdingen durchgeführt wurde.
Mit dem zum Schuljahr 2023/24 in Baden-Württemberg vom Innen- bzw. Kultusministerium eingeführten Aktionstag zum Katastrophenschutz soll den Schülerinnen und Schülern der Klassenstufe 6 in den weiterführenden Schulen in Zusammenarbeit mit den Hilfsorganisationen und -einrichtungen vor Ort Begegnungen mit den Themen des Katastrophenschutzes ermöglicht werden. Für die Feuerwehr Oberderdingen bedeutet dies, dass die bisher durchgeführten Brandschutzerziehungen erweitert und in diesen Aktionstag eingebunden werden.
Mit insgesamt rund 100 Schülerinnen und Schülern waren die Klassen zu Besuch im Feuerwehrhaus Oberderdingen am Rosenkreisel. Dabei stand neben dem lehrreichen Inhalt in Vorsorge, erster Hilfe und bei der Brandschutzerziehung auch die Vorstellung der mitwirkenden Organisationen im Bevölkerungsschutz auf örtlicher Ebene sowie die Nachwuchsgewinnung im Fokus der Veranstaltung.
Gegen 10.00 Uhr fanden sich die Klassen mit ihren Lehrkräften ein und wurden vom federführenden Lehrer Herrn Jonathan Glaser sowie den Verantwortlichen von Rotem Kreuz und Feuerwehr begrüßt und herzlich willkommen geheißen.
Aufgeteilt in Kleingruppen durchliefen die Schüler*innen im Verlauf des Besuchs insgesamt neun Stationen in und um das Feuerwehrhaus, um viele Informationen zu den Themen Sanitätsdienst und Feuerwehr zu erhalten. So befasste sich eine Station im Unterrichtsraum mit der Brandprävention. Hier wurde versucht, die Kinder für (Brand-)Gefahrensituationen zu sensibilisieren, damit sie Gefahren rechtzeitig erkennen und bestmöglich ausschließen können. Außerdem wurde hier an einer weiteren Station auch das richtige Vorgehen beim Absetzen eines Notrufs sowie das Verhalten im Brandfall besprochen und geübt. Bei einer weiteren Station wurde von Helferinnen und Helfern des DRK-Ortsvereins Flehingen das Anlegen von Verbänden gezeigt und praktisch durchgeführt.
Auf dem Übungsplatz zeigten Mitglieder des DRK-Ortsvereins Oberderdingen einige Einsatzfahrzeuge und die Ausrüstung. So waren der Krankenwagen des Ortsvereins Oberderdingen sowie ein weiterer, vom DRK-Ortsverein Graben-Neudorf ausgeliehener Krankenwagen des Bevölkerungsschutzes ausgestellt. Zudem wurde auf die private Vorsorge bei Krisen und Katastrophen wie beispielsweise Stromausfälle oder Hochwasser eingegangen. Den Kindern wurde erläutert, wie eine Bevorratung funktioniert und was alles ins Notgepäck gehört, um im Fall des Falles selbstständig einige Zeit zu überbrücken, um zu überleben. Neben Lebensmitteln, Getränken und stromunabhängigen Kochmöglichkeiten gehören dazu Hygieneartikel, die Hausapotheke, wichtige Dokumente, Kurbelradio, Taschenlampen und Powerbanks. In diesem Zusammenhang wurde nach den Vorgaben des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe die sinnvolle Bereitstellung und Bestückung von Notrucksäcken gezeigt, denn es gibt Situationen, in denen man sein Zuhause sofort verlassen muss und in solchen Momenten keine Zeit zum Packen bleibt.
In der Fahrzeughalle wurden die verschiedenen Brandklassen und die möglichen Löschmöglichkeiten unter anderem mit den unterschiedlichen Arten von Feuerlöschern erläutert sowie die entsprechenden Hinweise und Piktogramme vorgestellt. Die Lehrkräfte hatten feurig-explosive Experimente vorbereitet und zeigten diese eindrücklich bei mehreren experimentellen Vorführungen.
Da Katastrophen wie Unwetter, Sturm oder Hochwasser zunehmend Bedeutung im Alltag bekommen, wurde den Jugendlichen auch das richtige Verhalten bei solchen Ereignissen sowie Vorsorgemaßnahmen erläutert und auch die Selbsthilfe aufgezeigt. So durften alle beim Sandsackfüllen mithelfen und üben, wie man sich damit vor Hochwasser schützen kann, indem man beispielsweise Türen provisorisch mit Sandsäcken abdichtet.
Den praktischen Umgang mit Feuerlöschern konnten die Schülerinnen und Schüler anschließend an einem Feuerlöschtrainer mit echtem Feuer und der Anwendung von Übungsfeuerlöschern trainieren. Natürlich erläuterten wir zuvor die entsprechenden Handhabungshinweise und das Vorgehen beim Feuerlöschen. An einer weiteren Station stellten die Kameradinnen und Kameraden die Feuerwehrfahrzeuge und Geräte vor. Die Jugendlichen durften dabei die Geräte, mit denen die Feuerwehr arbeitet, kennenlernen und auch einmal selbst in die Hand nehmen. Besonders toll fanden die Kinder vor allem natürlich die Fahrt mit dem Löschfahrzeug.
In der Mittagspause gab es zwischendurch bei bestem Spätsommerwetter eine kleine Stärkung in Form von Laugenstangen und Getränken, währenddessen sich der etwas mehr als vierstündige Katastrophenschutzaktionstag dem Ende zu neigte.
Angesprochen wurde auch die ehrenamtliche Tätigkeit aller Angehörigen bei einer Freiwilligen Feuerwehr und bei den Hilfsorganisationen, auch in der Hoffnung, das ein oder andere Mädchen oder den ein anderen Jungen für die Jugendfeuerwehr oder das Jugendrotkreuz zu begeistern, denn neue Mitglieder sind immer herzlich willkommen, um auch in Zukunft die Einsatzbereitschaft gewährleisten zu können! Übrigens sind auch die Eltern recht herzlich eingeladen, sich bei der Freiwilligen Feuerwehr oder beim DRK bzw. den anderen Hilfsorganisationen aktiv zu engagieren! Wir freuen uns immer über Verstärkung!
Wir hoffen, dass alle Kinder etwas lernen konnten und mit vielen Eindrücken auch als Multiplikator beim Überbringen der Informationen in den Familien nach Hause kamen und dass der Spaß dabei nicht zu kurz kam, auch wenn es quasi ein zusätzlicher Unterrichtstag war!
Herzlichen Dank an dieser Stelle, an die Firma KTI Krankentransporte für die Spende des Verbandsmaterials, an die Betriebsfeuerwehr der Firma E.G.O. für die Zurverfügungstellung des Löschtrainers und an die Jugendfeuerwehr Sternenfels für die Zurverfügungstellung des Notrufkoffers.
Vielen Dank auch an alle Helferinnen und Helfern sowie an die Lehrkräfte für ihr Engagement am Wochenende und die gute Zusammenarbeit, allen voran Herrn Glaser und unserem Organisationteam, die diesen Tag vorbereitet und ermöglicht haben!
Hintergrundinformation Land Baden-Württemberg
Hintergrundinformation ZSL Baden-Württemberg
Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
Amt für Bevölkerungsschutz Landkreis Karlsruhe
Helf-O-Mat - Jeder kann helfen
Information Bevölkerungsschutz
Sicherheitstipps
Fotos: Melanie Lüttringhaus (Leopold-Feigenbutz Realschule), MW (Feuerwehr Oberderdingen)







