1990 - 2000
11.08.2007 - Zeltlager in Bad Schussenried
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- Veröffentlicht: Samstag, 11. August 2007 18:00
- Geschrieben von MW
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Bad Schussenried/Oberderdingen. Leider erneut wenig Glück hatten die Teilnehmer des diesjährigen Zeltlagers der Jugendfeuerwehr Oberderdingen mit dem Wetter. Nach drei Tagen schönem Sommerwetter folgte Regen in unglaublichen Massen, so dass die Lage kurz und knapp mit „Land unter auf dem Zeltplatz“ beschrieben werden konnte.
Doch zunächst der Reihe nach. Das Zeltlager 2007 führte uns vom 04. bis zum 11. August nun schon zum vierten Mal nach Bad Schussenried im Kreis Biberach. Zur Bad Schussenrieder Feuerwehr bestehen seit längerem gute Kontakte, die für die Vorbereitungen eines Zeltlager sehr wichtig und hilfreich sind. Nachdem ein Vorauskommando mit dem Material-LKW bereits einen Tag früher am Freitag, 03.08.07 zum Zeltplatz, der etwas außerhalb der Stadt liegt, aufgebrochen war, stand einem reibungslosen Start des Zeltlagers nichts mehr im Wege.
Für die 29 Jugendlichen und die restlichen Betreuer/innen (insgesamt waren 12 dabei) begann das Lager dann am Samstagmorgen mit der gemeinsamen Fahrt über die Autobahn A 8 an Stuttgart und Ulm vorbei und weiter auf der Bundesstraße B 30 nach Oberschwaben.
Samstags und sonntags wurden die Zelte aufgeschlagen, die dortigen Spielgeräte zu Duschen umgebaut, Holz geholt, Wasserschläuche verlegt und ein Erdloch für das Lagerfeuerwehr ausgehoben. Zu diesem Zeitpunkt wusste noch keiner der Beteiligten, dass das Lagerfeuer bald als Swimmingpool genutzt werden konnte. Aber dazu später mehr.
Am Sonntagnachmittag wurde die Jury der Lagerolympiade durch unseren Bürgermeister Nowitzki verstärkt. Es musste der Entenlauf der Jugendlichen nach Eleganz, Stil und Ausdruck bewertet werden.
Montags wurde unsere kreative Ader gefordert, denn wir konnten unsere eigenen T-Shirts mit Hilfe von Batiktechnik entwerfen. Aufgrund extremer Hitze entschlossen wir uns kurzerhand, uns zum Freibad nach „Mengen“ aufzumachen. Doch dann das Entsetzen… Eine göttliche Sinnflut ergoss sich über unseren Zeltplatz. Nur 20 Minuten dauerte der Spuk. Doch diese kurze Zeit hat gereicht unsere herrliche Idylle des Lagers zu mindern. Übrig blieben geflutete Zelte inklusive unserer Küche und mehrere obdachlose Feuerwehrmitglieder die sich in unserem Aufenthaltszelt niederließen. Die erste Rettungsmaßnahme war das systematische und geradlinige Ausheben von Entwässerungskanälen. Noch am gleichen Abend war das Fortbewegen ohne festes Schuhwerk (Gummistiefel) nicht mehr möglich. Unser Lagerfeuer, dass eher einem Pool glich, musste am Abend noch von Wasser befreit werden, um davor einen „gemütlichen“ Abend zu verbringen können.
Am Dienstag fand eines unserer größten Events statt, der Besuch des Kletterparks in Immenstaad. Unser Ziel war es möglichst viele der Neun verschiedenen Parcours innerhalb von vier Stunden zu bewältigen. Die Parcours waren in verschiedene Schwierigkeitsstufen gegliedert, die ersten Vier konnten unsere Kleinsten beschreiten. Bei den anderen musste auf die Alterbeschränkung geachtet werden. Eine Hand voll Wagemutige machten sich auf den Weg den Siebten Parcours zu bestreiten, dabei musste jedoch G.F. aus O. gerettet werden. Vor der Rückkehr zum Lager machten wir noch einen kleinen Abstecher nach Friedrichshafen. Dort nahmen wir mal die Strandpromenade genauer unter die Lupe. Auch bei Nieselregen nahmen wir die Einladung des Bürgermeisters Nowitzki, ein Eis zu essen, war. Als wir entkräftet am Zeltplatz ankamen, sahen wir was erwartet war: das Lager ist immer noch eine Seenlandschaft. Dadurch wurde der Beschluss gefasst, in das Feuerwehrgerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Bad Schussenried umzuziehen.
Mittwochmorgens war das große Zeltausräumen angesagt. Alle luden ihre noch trockenen Sachen in den LKW ein und ab ging’s gleich ins Feuerwehrhaus. Bis um zwölf Uhr war alles verlagert. Für Unterhaltung sorgten spontan die Schussenrieder Kameraden und zeigten kurzerhand die Einsatzfahrzeuge.
Abends wurden die Schussenrieder zu einem Indiakaturnier herausgefordert. Leider konnten wir einen Sieg nicht erringen. Den Abend ließen wir gemütlich an unserem „imaginären“ Lagerfeuer ausklingen.
Donnerstags war entspannen angesagt. Trotz recht frühem Wecken freuten sich alle auf den Besuch der Schwabentherme in Aulendorf. Nach der Anstrengung der letzten Tage kam dies wie gerufen. Anschließend machten wir uns nach Biberach auf, um die Werksfeuerwehr der Pharmafirma Böhringer zu besichtigen. Die Ausstattung dieser Wehr brachte so machen ins Staunen, da sie spezielle Ausrüstung zum Löschen von verschiedenen chemischen Bränden besitzen.
Am Freitag gab es eine große Überraschung. Wir durften Ausschlafen, und mittags war gleich Kino angesagt - und zwar der Simpsons Kinofilm. Nach einem Unterhaltsamen Nachmittag gab es am Abend kaum was zu tun. Der größte Teil der Freizeit wurde dazu benutzt, die eigenen, getrockneten Kleidungsstücke zu suchen und einzupacken.
Das Feuerwehrhaus wurde samstags auf Hochglanz poliert, und die Küche, der Schlafraum und unser Esszimmer wurden geräumt. Fahrzeug für Fahrzeug setzte sich in Richtung Heimat in Bewegung. Das letzte Jugendfeuerwehrmitglied kam um 17.30 Uhr an.
Am Ende möchten wir uns noch bei Bürgermeister Nowitzki für den Besuch und die Eisspende bedanken, außerdem bei der Feuerwehr Bad Schussenried für die große Unterstützung und die Aufnahme in ihrem Feuerwehrgerätehaus, bei der Firma Ippich für die Bereitstellung eines Fiat Scudos, bei der JF Landkreis Karlsruhe für den LKW, Firma Metallbau Öhler für den Material-Transport und bei allen anderen Aktiven Feuerwehrmitgliedern die uns im Zeltlager unterstützt haben.
Fotos: Feuerwehr Oberderdingen









